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Tierra
November 28, 2007, 9:27 pm
Filed under: movies

Spanien 1996 – 120 Minuten – Regie: Julio Medem – Drehbuch: Julio Medem – Kamera: Javier Aguirresarobe – Musik: Alberto Iglesias – Darsteller: Carmelo Gómez, Emma Suárez, Silke, Karra Elejalde, Nancho Novo u.a.

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Photo von La.Paula

Surreales und stimmiges Märchen. Ein wundervoller Film.
Kammerjäger Ángel, halb Engel, halb Mensch, befreit die Erde einer ländlichen Weinregion Spaniens von den Asseln – und sich selbst von den Fesseln des Wahnsinns. Wegen zuviel Fantasie, – wie er es nennt – war Ángel in der Psychiatrie. Geheilt, oder zumindest beinahe, hat er wieder Arbeit gefunden. Noch immer aber begleitet ihn ein „Engel“, seine zweite Persönlichkeit. Auch kann er noch immer mit den Toten sprechen. Seine Arbeit führt ihn nun in eine ländliche Region, deren Erde zuviel Asseln beheimatet, und dem dortigen Wein einen erdigen, – aber unvergleichlichen – Geschmack verleiht.
In einem Dorf auf dem Lande macht er nun viele Bekanntschaften, und es verlieben sich gleich – wen wunderts – zwei Frauen in ihn, die ausgeflippte Mari, und die eher bodenständige Ángela. Ángels „Schizophrenie“ spiegelt sich im Verhältnis zu diesen beiden Frauen. So bevorzugt ein Teil von ihm Ángela, der andere eher Mari. Es entbrennt ein innerer Kampf, wie wird er sich entscheiden? Auch ein äusserer, denn da ist ja noch der eifersüchtige Patricio, Ehemann von Ángela, und Liebhaber von Mari.

Bin ich noch wach, oder träume ich schon? Tierra ist ein besinnlicher Film über Schein und Wirklichkeit, Rationalität und Wahnsinn…. Selbstbestimmung und Schicksal. Der studierte Psychoanalytiker und Filmemacher Medem spielt darin gekonnt mit surrealen Szenen, Farben, Andeutungen und Traumsymbolen.

Wenn man bereit ist, sich diesem Film Julio Medems zu überlassen, wird man immer weiter vorstoßen. Man wird sich ins Erdreich vergraben, nach Wurzeln tasten und das Pulsieren der Erde hören. – ( Schnitt.de )

Trailer de „Tierra“, película de Julio Medem – 1996



Silly walks
November 27, 2007, 8:50 pm
Filed under: my life

Grace konnte letzte Woche den Gang von allen die bei uns arbeiten perfekt imitieren. Es war zum totlachen. Auch die Art wie sie die Kaffetassen halten, oder die gut gemachten Silikonbrüste präsentieren. Hmmm, natürlich kam ich auch nicht gerade gut weg. Ein Haufen Verhaltensgestörter und Gehbehinderter. :-)
Man kann Menschen wirklich gut an ihrer Art zu gehen erkennen. Das ist praktisch. Einmal sah ich jemanden von weitem, von hinten, ich sah nur den Gang, und ich wusste Bescheid. Denn, wenn sie geht watschelt gleicht sie einer dahinschwebenden Ente. Mit dem Köpfchen voraus, das Hinterteil ein Stücken hinterher. Eine seltsame, aber irgendwie melodiöse Gangart.

Heute am Pausentisch:
X: Heute wurde ich beim Arbeiten gefilmt. Ich hörte wie getuschelt wurde, und dann haben alle gelacht. Ich wusste nicht wieso und bin ganz rot geworden.
XY: Was haben sie denn bloss gesagt?
Ich: Vielleicht haben sie ja einfach nur gesehen wie du gehst. (Ist gemein, und habe ich sofort bereut)
X (boxt mich): Nein, du Blödmann, ich bin gesessen.
XY: ???
X (zu XY): Weisst du, ich habe eine etwas andere Art zu gehen, ich war sogar schon beim Arzt. (sie macht eine Demonstration, und wir müssen lachen)
XY: Hmmm, auf den Zehenspitzen ….(überlegt/wohlwollend)…wie eine Balletttänzerin!!
X: JA, genau!
Ich: Heee, du hattest doch bestimmt gar nie Ballettuntericht.
X: Ich hätte aber können! Ach, wieso haben meine Eltern bloss mein Talent nicht erkannt ….grmmmpppfff!!

Tja, liebe Mitarbeiterin, ich finds aber richtig süss, dass du eine „etwas andere Art zu gehen“ pflegst. Ohne Macken ist ein Mensch doch nur halb so interessant! Lass dir bloss nicht von irgendeinem Macho, der nur eine perfekt funktionierende Puppe neben sich will, dreinreden.
Zu deiner Begabung, für eine Ballettkarriere scheint es mir schon reichlich spät zu sein, …aber vielleicht kriegst du ja noch einen Job im Ministerium für skurrile Gangarten. ….Sorry :-)

Monty Python’s Flying Circus 12: Ministry of Silly Walks



Ifmq
November 26, 2007, 5:12 pm
Filed under: my life

Hpuu ijmg njs, jdi cjo tp wfslobmmu!



Jeff Mills / Time Sensitive 2004
November 25, 2007, 8:47 pm
Filed under: music

Wow, wie abgefahren ist das denn? Detroit-Soul, Motown. Der zweite, ruhigere Teil des Videos ist auch klasse. Tja, ganz so wars dann nicht gestern Nacht. Aber immerhin, ein bisschen schon.



Weekend in Bern
November 25, 2007, 8:03 pm
Filed under: my life

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Subway
November 24, 2007, 1:35 pm
Filed under: movies

Frankreich 1985 / 98 Minuten / Regie: Luc Besson / Musik: Éric Serra, Rickie Lee Jones / Darsteller: Isabelle Adjani: Héléna, Christopher Lambert: Fred, Jean-Hugues Anglade: Skater, Jean Reno: Drummer, Eric Serra: Bassist

Herrlich. Isabelle Adjani mit hochtoupierter 80-er Jahre Haarpracht, Christopher Lambert als Punk und Jean Reno als charismatischer Drummer.
Fred, ein Punk, hat den Tresor von Héléna und ihrem reichen Mann um ein paar wertvolle Papiere erleichtert, und sich dabei gleich noch in die wunderschöne Frau verliebt. Auf der Flucht vor der Polizei findet er Unterschlupf im labyrinthartigen Métrosystem von Paris. Dort ist er nicht allein, er trifft auf eine Gruppe von „Outlaws“, die es sich in den Katakomben gemütlich gemacht haben, und mit denen er später eine Band gründet (!). Um den Gauner zu schnappen wird Héléna von der Polizei als Lockvogel eingesetzt, so gelangt auch sie in das Métrosystem und trifft Fred wieder. Von dessen Freiheit fasziniert, schliesst sie sich ihm an um nun ebenfalls gegen das Establishment zu kämpfen.
Der (Kult-)Film besticht vorallem durch seine Aufmachung, die 80-er Jahre Optik und Musik erzeugen eine fantastische Stimmung. Man muss dies allerdings auch mögen. Eine romantische Krimikomödie mit sozialkritischem Unterton. Die, die wenig haben scheinen trotzdem die Glücklicheren zu sein.



tigerlillyshop
November 23, 2007, 6:33 pm
Filed under: design

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