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Bringing out the dead
Februar 9, 2008, 1:56 pm
Filed under: movies

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photo by qnr

# USA 1999 • 116 Min. # Regie: Martin Scorsese # Buch: Paul Schrader nach dem Roman von Joe Connelly # mit: Nicolas Cage, Patricia Arquette, John Goodman u.a.

„Jemanden das Leben retten ist wie sich verlieben. Die beste Droge der Welt! Wenn es gut läuft kannst du stolz auf dich sein, aber wehe es läuft anders.“

New York, Anfang der 90-Jahre, in der Pre-Giuliani-Ära, ausserhalb Manhattans ein Sumpf aus Kriminalität, Drogen und Prostitution. Frank Pierce ist Rettungssanitäter, Nachtschicht, der Job ist hart. Am Anfang kamen sie nur im Schlaf, jetzt aber erscheinen sie ihm auch im Wachzustand, die Visionen der Ungeretteten, die Seelen der Toten. Und immer wieder dieses Mädchen, das in seiner Obhut starb.
Seit geraumer Zeit hat ihn das Glück verlassen, und er kann niemandem mehr das Leben retten. Ein Teufelskreislauf. Unter Halluzinationen leidend, trinkend und schlaflos, befindet er sich am Rande eines Nervenzusammenbruchs.
Zu Schaffen macht ihm die Konsequenz seines stressigen Jobs. Natürlich rettet er nicht nur Leben, nein, er bringt quasi auch den Tod, und fühlt sich schuldig. Zudem ist er Zeuge eines kapitalistischen, maroden amerikanischen Gesundheitsystems. Überlastete Spitäler, überarbeitete, korrupte Angestellte und stupide Pflegemassnahmen. Hoffnung keimt ihn ihm auf, als er Mary, eine ebenfalls vom Schicksal Gebrochene, eine Seelengefährtin, kennenlernt. Beide rastlos, können sie sich einen Moment der Ruhe, der Geborgenheit und des Friedens schenken. Schlussendlich geht Franks Sinnsuche auf, er akzeptiert den Tod, ….aber auch das Leben.
Einen dramatischen, komödiantischen, halluzinogenen und hypnotischen Neontrip durchs nächtliche, nimmermüde New York offenbart uns hier Regisseur Scorsese.
Zurück also in seiner Stadt, ….und somit auch zu alter Stärke. Mit von der Partie Paul Schrader, ebenfalls schon Drehbuchautor von „Taxi Driver“ und „Wie ein wilder Stier“.
Eine meisterliche visuelle Umsetzung von Robert Richardson, einen mitreissenden Soundtrack und ausgezeichnete Schauspieler. Nicolas Cage in seiner wohl besten Rolle. Für mich ein Scorsese-Highlight.


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