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Zwei Edits
Oktober 16, 2007, 9:17 am
Filed under: stories

Das Thema Eva Herman scheint ja ganz gross anzukommen, fast überall ist etwas dazu zu lesen. Ich tat’s auch, und tu’s jetzt nochmal. Hab mich noch einmal damit befasst und gestern bei Spreeblick den Artikel „Eva Herman aus linguistischer Perspektive“ gelesen, und bei Welt Online diesen „Die öffentliche Hinrichtung der Eva Herman“.
Beides sehr gute Artikel. Eigentlich ist klar, wie aus linguistischer Sicht ihr Zitat einzuordnen ist. Frau Herman, welche sich ja eigentlich sonst klar von der rechten Szene distanziert hat (O-Ton: „ich bin nicht rechtsradikal“), hat allzu voreilig und wohl auch nichtsahnend, indirekt die Familienwerte des Nationalsozialismus gelobt. Wie auch Prof. Wipperman meinte, verwechselte sie wohl Konservatismus mit Faschismus. Meines Erachtens hat sie den Begriff des Nationalsozialismus allzu leichtfertig gebraucht, hat sich in ihrer Rede verplappert und steht dann nicht dazu. Aus welchen Gründen auch immer, da sie wegen des Zitates ja auch im Rechtsstreit mit ihrem ehemaligen Arbeitgeber steht, hat der Rechtsanwalt ihr vielleicht geraten nicht öffentlich einen Fehler einzugestehen.
Im Artikel bei Welt Online steht geschrieben “ Wie lautet eine der Spielregeln der erfolgreichen Polit-Talkshow „Hart, aber fair“: „Lade nie einen Gast ein, der seine Position alleine gegen den Rest der Runde vertreten muss.“ Es tritt sonst etwas ein, was als „worst case“ jeder seriösen Talkshow gilt: der Mitleids-Effekt.“ Dieser Mitleids-Effekt ist auch bei mir eingetreten. Der Talk ist doch irgendwie aus dem Ruder gelaufen, die Auswahl der Gäste war schlecht, bei dem heiklen Thema hätte man wohl besser noch jemand der „leiseren und bedachteren“ Sorte mit in die Show genommen.
Mein Rat an Eva Herman, lies die Geschichtsbücher und gestalte die Promo deiner Bücher einfach mal anders. Klar ist, wieso sie so provozierte, wahrscheinlich hat ihr sogar ein Werbefachmann dazu geraten. Und Herr Kerner, ihre Show wirkt so einfach nur unglaubwürdig, besser wäre, weg vom Boulevardjournalismus hin zu einer sachlicheren Diskussion.

Zweites Edit
Hierzu . Eigentlich finde ich es ja schön, dass genau diese Sachen glücklich machen, und wir mitten in der Evolution stecken. Essen, Scheissen, Ficken, ..ach, das Leben ist herrlich. Total Geistig oder total Körperlich, ich finde eigentlich beide Ideen nicht gerade sonderlich attraktiv, meines Erachtens ist es die Mischung die’s ausmacht.
Ich will meine tierische Herkunft nicht verleugnen, möchte mich aber trotzdem auf dem Weg zum Menschen weiterentwickeln, mal schauen was daraus noch wird, hoffentlich nicht so wie in Houellebecqs „Die Möglichkeit einer Insel“


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