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The Aviator
Oktober 7, 2007, 2:19 pm
Filed under: movies

>> USA 2004 >> R: Martin Scorsese >> B: John Logan >> P: Michael Mann >>
K: Robert Richardson >> L: 166 Min >> Da: Leonardo DiCaprio, Cate Blanchett,
Kate Beckinsale, Jude Law, Gwen Stefani, Alec Baldwin

Ich habe kürzlich diesen Film gesehen, und er hat mich beeindruckt. Vielleicht lag es ja bloss an meiner speziellen Stimmung, dass mich die Geschichte dieses zwischen Genie und Wahnsinn schwankenden Mannes so berührte. Auf jeden Fall aber wars die Schauspielkunst von Cate Blanchett, die in dem Film Katherine Hepburn verkörpert und absolut zu Recht dafür den Oscar für die beste Nebenrolle bekam. Ihre Vorstellung ist einfach erfrischend, herzergreifend und echt. Auch Leonardo diCaprio als Howard Hughes und die vielen anderen Stars wie Alec Baldwin, Kate Beckinsale und Co. wissen zu überzeugen.

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Photo von iZENstein

Erzählt wird die Geschichte von Howard Hughes, Exzentriker, Millionärssohn, Playboy, Filmproduzent, Flugzeugingenieur, Rekordflieger und Unternehmer. Ein Gambler und Tausendsassa der es in Amerika bis zum Milliardär geschafft hat. Eine überaus bewegte Karriere, denn er überlebte auch zwei Flugzeugabstürze und litt an Schizophrenie. Der Film zeigt vorallem Ausschnitte aus den früheren Jahren seines Lebens, der junge Howard, ein Mann voller Visionen und Tatendrang, ein Typ, der
wenn er etwas macht, dies dann mindestens immer eine Nummer größer tut, als der Rest der Welt. So liess er beispielsweise das bis heute grösste Flugzeug der Welt bauen, die „Hughes H-4 Hercules“ mit einer Spannweite von 97 Meter. Howard Hughes ein Visionär, Querdenker und Revolutionär, der scheinbar an keine anderen Grenze stiess ausser an die seiner selbst. So schwebt denn auch von Anfang an stets ein kleiner Schatten über Hughes, er ist zu sehr Perfektionist, zu penibel, oft wäscht er sich minutenlang die Hände in der Angst Keime könnten ihn befallen. Vorboten einer psychischen Erkrankung; verbrachte er doch seine letzten Jahre als abgeschiedener Eremit, der sein Imperium nur noch per Telefon dirigierte.

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Photo von Elevated

Los Angeles, Glamour, Starlets, Big Bands und Nadelstreifen. Es ist auch die Geschichte eines glamourösen Amerika in den zwanziger bis vierziger Jahren. Eigentlich die Zeit der zwei Weltkriege, von der man in Hollywood allerdings herzlich wenig merkte. Howard Hughes produzierte mit „Hell’s Angels“ den damals teuersten Film aller Zeiten, und war Entdecker von Filmstars wie z.B. Jean Harlow. Seine Freundinnen waren u.a. Katherine Hepburn und Ava Gardner, zwei der damals grössten Filmstars.
Ein wenig störten mich die vielen Computeranimationen bei den Flugszenen, sonst ist der Film allerdings ein ästhetisches Kunstwerk. Hinzu kommen eine gute Kamera, grandiose Schauspieler und vor allem die Geschichte eines faszinierden Mannes die diesen Film sehenswert machen.


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