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Film Kurzreviews
März 17, 2008, 9:14 vormittags
Filed under: movies

Filme die ich kürzlich gesehen habe:

Ratatouille: Perfekt animierter und herzerwärmender Trickfilm. Ich will ja nicht sentimental sein, aber ….kleiner Koch, liebe Ratte Remy, …ich liebe dich.

Dawn of the dead: …this is the end of the world! Cooler Horroractioner. Zack Snyders Version des Klassikers überzeugt. Brilliante Videoclip Ästhetik und guter Spannungsbogen.

28 Days later: Realistischere Version des Zombie Themas. Gruseliger Endzeitfilm. Virus Pandemie Epidemie vernichtet die Bevölkerung von England. Storytechnisch und auch optisch hervorragend.

28 Weeks later: Optisch auf dem gleichen Niveau wie Teil Eins. Die Story aber wirkt kramphaft konstruiert und unglaubwürdig. Weniger wäre hier Mehr gewesen.

Invasion (Body Snatcher): Chance vertan! Miss Kidman und Daniel Craig spielen sicherlich nicht schlecht, das macht den Film aber auch nicht viel besser. Ein interessantes Thema, das aber leider lieblos und fade umgesetzt wurde.

Der goldene Kompass: Ich mag Nicole Kidman :-) Auch Daniel Craig ist hier wieder mit dabei. Gute Tricktechnik und eigentlich eine tolle Story, aber wiederum ein ärgerlicher Film. Inkonsequent und lieblos umgesetzt, der Spagat zwischen Kommerz und Anspruch gelingt hier nicht. Der Film ist eher für Kinder und kommt bei weitem nicht an das Niveau von “der Herr der Ringe” heran.

Die Legende von Beowulf: Fantasy Horror Action Film, der soviel ich weiss vollständig aus dem Computer kommt. Für solche und ähnliche Genre ist diese Machart sicher die Zukunft, denn spektakulärer gehts kaum mehr. Ich finde den Film spitze, man muss sowas aber auch mögen



Brave New World
März 11, 2008, 12:23 nachmittags
Filed under: movies, music, stories

YouTube Direkt / Brave New World / Venetian Snares

Die Insel, Equilibrium, Cypher, eXistenz, Avalon, Gattaca, Matrix, Vendetta ….ich liebe diese Filme. Diese Zukunftsvorhersagen faszinieren mich, obwohl sie ja meistens düster sind und von totalitären Systemen handeln.
Meine persönliche These ist einiges positiver. Das dritte Jahrtausend: Dank der technologischen und philosophischen Weiterentwicklung; Friede, Freude und Eierkuchen. Die Evolution aber ist unaufhaltbar, irgendwann wird der Mensch so wie wir ihn jetzt kennen verschwinden. Seine Erben sind die Maschinen. Also genauso wie in “the Matrix”, aber nicht so düster und keine menschlichen Batterien. …die halten nicht so lange :-)



The Departed / Unter Feinden
Februar 20, 2008, 8:14 nachmittags
Filed under: movies

USA 2006 / 146 Minuten / Regie: Martin Scorsese / Drehbuch: William Monahan / Kamera: Michael Ballhaus /

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Photo von Just Tom

Als kleiner Junge schon lernt Colin Sullivan den irischen Mafiaboss Frank Costello kennen und wird einer seiner Jungs. Da er klug und abgebrüht ist, schickt ihn Frank auf die Polizeischule um ihn so später als Spitzel bei der Polizei arbeiten zu lassen. Zur selben Zeit und auf derselben Polizeischule ist auch der aus ärmlichen Verhältnissen stammende aber ehrgeizige Billy Costigan.
Am Ende ihrer Ausbildung bewerben sie sich auf demselben Revier und bekommen dort auch beide einen Job. Colin steigt dort schnell die Karriereleiter hoch und wird “Ermittler” in einer Spezialeinheit, Billy allerdings eignet sich aufgrund seiner zwielichtigen Vergangenheit als Undercover Polizist. Er wird später als “Krimineller” bei Francis einsteigen. Zwei Männer die gegensätzlicher also nicht sein könnten, die aber dieselbe Frau lieben, die Polizeipsychologin Madolyn Madden, Freundin von Colin, und Geliebte von Billy.
Aus dieser einzigartigen Konstellation entwickelt sich nun ein verschachteltes und rasantes Katz-, und Mausspiel. Scorsese legt einen imposanten Action Film vor; durchgestylt, kalt, gewalttätig, spannend und trotzdem mit viel Gefühl und Charakterzeichnung. Zu Recht hat dieser einen Oscar erhalten. Mich jedenfalls hat dieser Film begeistert und sehr berührt, vorallem Billy als Undercover Polizist, welcher bei den Verbrechern das eindeutig härtere und gefährlichere Leben als sein Widersacher bei der Polizei führt und innerlich von Konflikten zerrissen wird. “Meine Hand wirst du niemals zittern sehen, das Herz aber schlägt wie wild.”
Mehrmals befinden sich die beiden am Rande des Abgrunds aber können sich immer wieder retten, wobei aber Billy sicher mit dem schlimmeren rechnen muss, denn sein Boss Frank, inbrünstig gespielt von Jack Nicholson, ist ein abgrundtief gestörter Gewaltverbrecher; “früher hätte ich in einem solchen Fall einfach alle meine Männer umbringen lassen.” Blut fliesst also in Strömen.
Als realistische Studie über die amerikanische Strassenmafia würd ich den Film deswegen nicht bezeichnen, zuviel Style und Mafiagehabe und zu oft können sich die Protagonisten noch aus auswegslosen Situation retten. Das Ende versöhnt dann allerdings in dieser Hinsicht und zeigt wie das Leben eben wirklich ist; gnadenlos.

Ein kalter, perfekt inszenierter Grossstadt Mafiathriller, mit einem genialen Jack Nicholson als dämonischer Mafiaboss, und den ebenfalls sehr gut spielenden Leonardo diCaprio und Matt Damon als Doppelagenten. Hochkaräter auch in den Nebenrollen, Martin Sheen, Mark Wahlberg, Alec Baldwin und die bezaubernde Vera Farmiga. Wahnsinnsfilm, Fantasy, aber echt geil!
“Internal Affairs” die asiatische Vorlage dafür werd ich mir jetzt auf jeden Fall auch anschauen.



Der Dieb / Le voleur et l’enfant
Februar 17, 2008, 5:31 nachmittags
Filed under: movies

>> Russland, Frankreich 1997 >> 95 min >> R: Pavel Chukhraj >> D: Wladimir Maschkow, Ekaterina Rednikowa, Mischa Filiptschuk u.a.

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Photo von Bigmon

Russland 1952, Nachkriegszeit. Die hübsche Katja und ihr unehelicher Sohn Sanja ziehen auf der Suche nach einem neuen Heim durch ein vom Krieg gebeuteltes Russland und lernen in einem Zugabteil Tolja, einen Offizier kennen. Eine schicksalsträchtige Begegnung, wie sich herausstellen wird.
Da alleine zu sein in diesen harten Zeiten nicht einfach ist, und Tolja ein charmanter und starker Kerl zu sein scheint, schliessen sie sich zusammen. Der Bub allerdings sieht in seiner Fantasie immer wieder den richtigen Vater, – den er aber eigentlich nie kennengelernt hat – , und so fällt es ihm nun schwer Tolja zu akzeptieren.
Schliesslich wird dieser für ihn aber doch zur Vaterfigur; da er der Familie hilft, sich um ihn kümmert und unter seine Fittiche nimmt. So sind einige seiner Regeln für den kleinen Sanja: – Du musst immer der Sieger sein – Schlag den Nachbarsjungen einfach zuerst – sobald du ein Messer ziehst, benutz es auch. Die Grausamkeit des Krieges scheint tief in Tolja verwurzelt zu sein, denn es scheint als gebe es für ihn nur ein Gesetz, – die Macht des Stärkeren. Er ist es sich gewohnt rücksichtslos alles zu nehmen was er kriegen kann. Bald entpuppt sich also, dass Tolja gar kein Offizier, sondern ein herumziehender Gauner ist. Getarnt als Soldat mit einer Frau und einem Kind wird ihm Vertrauen geschenkt, welches er dann skrupellos ausnützt, so raubt er hinterhältig die Familien aus, bei denen sie als Gäste untergekommen waren. Als sie dies erfährt, bricht für Katja eine Welt zusammen, ist aber nicht mehr in der Lage sich von ihm zu trennen, mittlerweile liebt sie ihn, und als alleinstehende Mutter ist sie auf Hilfe angewiesen.
Bei einem letzten Versuch sich von ihm loszureissen wird er geschnappt und zu sieben Jahren Gefängnis verurteilt. Der Junge ruft Tolja bei dessen dramatischem Abtransport ins Gefängnis zum ersten Mal Vater zu, ein entscheidender Augenblick, denn ab diesem Moment erscheint ihm die imaginäre Vatergestalt nicht mehr. Der Abtransport ist auch das letzte Aufeinandertreffen von Katja und Tolja, denn sie stirbt kurze Zeit später an den Folgen einer Abtreibung.
Nun ganz alleine, ohne Mutter, in einem Kinderheim gelandet ist für ihn Tolja, der Mann der sich ihm angenommen hat, die Überfigur, sein Vater. Der tätowierte Panther den er bei ihm gesehen hat, ziert nun auch seine Schulter. Erst Jahre später aber trifft er ihn wieder, es ist ein ersehntes Wiedersehen. Tolja aber ist immer noch der gleiche rücksichtslose Gauner geblieben; betrunken, erinnert er sich zuerst nicht einmal mehr an Sanja. Der Bub kommt ihm ungelegen, er hat keine Zeit und kein Geld, so erklärt er gefühlskalt vor Anwesenden: “Das ist nicht mein Sohn; seine Mutter, das war bloss eine Affäre vor Jahren in einem Zugabteil” Dass für den Jungen darauf die Welt zusammenbricht ahnt er nicht, oder ist ihm egal. Sanja erschiesst am Ende Tolja hinterrücks, denn so hat er es schliesslich von seinem Papa gelernt.

Fazit: Die starke Vaterfigur ist für einen kleinen Jungen in einem patriarchischen Russland übergross, der Vater aber ist sich seiner Verantwortung nicht bewusst.
“Der Dieb” ist ein mit genialen Schauspielern, authentischer Kulisse, mit beeindruckenden Bildern, perfekt inszenierter, russischer Film ..leider mit einem traurigen Ende, aber so ist es nun mal, das Leben. 1997 wurde er für den Oscar als bester ausländischer Film nominiert.



Filmkritiken
Februar 13, 2008, 10:15 vormittags
Filed under: movies, my life

Ich mach mich jetzt mal ein bisschen breit im Internet :-) Da die Menschen von Zelluloid.de immer wieder neue Filmkritiker suchen, hab ich mal einer meiner Texte dorthin geschickt, und siehe da, sie haben ihn veröffentlicht. Der entscheidende Vorteil gegenüber den Amazon-Rezensionen (da hab ich ja auch schon etwas geschrieben) ist, dass die Rechte an den Texten bei einem selbst verbleiben. Ich glaube ja nicht, dass irgendwer klagen oder abmahnen würde, wenn man den Text auch an anderer Stelle veröffentlicht, …aber trotzdem!! …das sind meine Texte, und ich kopier sie so oft, wie ich eben will, bätsch!! Übrigens hat Zelluloid nach eigenen Angaben weit über eine Million Besucher pro Monat, ……ok, die Besucherzahlen von Amazon möcht ich jetzt nicht wissen :-)



Bringing out the dead
Februar 9, 2008, 1:56 nachmittags
Filed under: movies

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photo by qnr

# USA 1999 • 116 Min. # Regie: Martin Scorsese # Buch: Paul Schrader nach dem Roman von Joe Connelly # mit: Nicolas Cage, Patricia Arquette, John Goodman u.a.

“Jemanden das Leben retten ist wie sich verlieben. Die beste Droge der Welt! Wenn es gut läuft kannst du stolz auf dich sein, aber wehe es läuft anders.”

New York, Anfang der 90-Jahre, in der Pre-Giuliani-Ära, ausserhalb Manhattans ein Sumpf aus Kriminalität, Drogen und Prostitution. Frank Pierce ist Rettungssanitäter, Nachtschicht, der Job ist hart. Am Anfang kamen sie nur im Schlaf, jetzt aber erscheinen sie ihm auch im Wachzustand, die Visionen der Ungeretteten, die Seelen der Toten. Und immer wieder dieses Mädchen, das in seiner Obhut starb.
Seit geraumer Zeit hat ihn das Glück verlassen, und er kann niemandem mehr das Leben retten. Ein Teufelskreislauf. Unter Halluzinationen leidend, trinkend und schlaflos, befindet er sich am Rande eines Nervenzusammenbruchs.
Zu Schaffen macht ihm die Konsequenz seines stressigen Jobs. Natürlich rettet er nicht nur Leben, nein, er bringt quasi auch den Tod, und fühlt sich schuldig. Zudem ist er Zeuge eines kapitalistischen, maroden amerikanischen Gesundheitsystems. Überlastete Spitäler, überarbeitete, korrupte Angestellte und stupide Pflegemassnahmen. Hoffnung keimt ihn ihm auf, als er Mary, eine ebenfalls vom Schicksal Gebrochene, eine Seelengefährtin, kennenlernt. Beide rastlos, können sie sich einen Moment der Ruhe, der Geborgenheit und des Friedens schenken. Schlussendlich geht Franks Sinnsuche auf, er akzeptiert den Tod, ….aber auch das Leben.
Einen dramatischen, komödiantischen, halluzinogenen und hypnotischen Neontrip durchs nächtliche, nimmermüde New York offenbart uns hier Regisseur Scorsese.
Zurück also in seiner Stadt, ….und somit auch zu alter Stärke. Mit von der Partie Paul Schrader, ebenfalls schon Drehbuchautor von “Taxi Driver” und “Wie ein wilder Stier”.
Eine meisterliche visuelle Umsetzung von Robert Richardson, einen mitreissenden Soundtrack und ausgezeichnete Schauspieler. Nicolas Cage in seiner wohl besten Rolle. Für mich ein Scorsese-Highlight.



L’esquive
Februar 4, 2008, 6:53 nachmittags
Filed under: movies

umgangssprachlich: esquiver – sich vor etwas drücken, kneifen, die Zeche prellen

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“Dem seine Mutter ficken wir! Beim Leben meiner Mutter. Ist mein voller Ernst. So richtig eins aufs Maul. Ich schwöre auf meine Mutter, ich schwöre auf Koran.”
Mit diesen krassen Worten fängt der Film des Franko-Tunesiers Abdellatif Kechiche an, es sind Jugendliche die so sprechen, mehrheitlich Immigranten in einem Vorort von Paris. Dieses Fuck, fuck, fuck, meine Mutter …das hat mich zunächst abgeschreckt. Es ist aber nur eine Facette dieses Films, sowie Gewalt, Verschleierung, Zwangsheirat, Drogen usw. auch nur eine Facette des Lebens in den Vorstädten Frankreichs ist. Da gibt es eben noch mehr, und so ist der Film über die Jugendlichen in den Banlieus eigentlich ein Liebesfilm geworden.
Der marokkanische Junge Krimo ist in die extrovertierte Lydia verliebt. Da sie eine Hauptrolle in der kommenden Schultheateraufführung spielen wird, ergattert auch er sich eine Rolle in dem Stück. Das allerdings bringt Probleme mit sich. Da Krimo nicht mal bei seinen besten Freunden Gefühle zeigen kann und viel zu scheu ist, klappt auch das mit dem Theaterspielen nicht so richtig. “Hey, der ist voll schwul, der spielt Theater” wird er zudem von seinen Mitschülern verhöhnt. Eine schwierige Situation für ihn, kommt er aus sich raus?

Dass der Film in den Banlieus spielt, bedeutet nicht zwangsläufig dass es vorallem um Rassendiskriminierung, Kriminalität usw. geht.
Ein toller Film, an Originalschauplätzen und mit Laiendarstellern gedreht! Zu Recht César Gewinner im Jahre 2005!




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